David Sears, Director von South of Midnight, sagt, dass Microsofts Ansatz, eine breite Palette von Spielen zu finanzieren, letztlich nicht nachhaltig war. In einem neuen Interview mit MinnMax bezeichnete er die Unterstützung des Unternehmens für kleinere Projekte mit höherem Risiko als bewundernswert, sagte jedoch, dass der Geldfluss nicht ewig anhalten könne.

Sears sagte, ihm sei der Gedanke unangenehm gewesen, für ein großes Budget oder ein riesiges Team verantwortlich zu sein, und er habe ein Spiel machen wollen, das Microsofts Games-Sparte nicht gefährden würde. Außerdem stellte er infrage, ob eine Strategie, die auf Spiele mit entweder großem kommerziellem Potenzial oder einem außergewöhnlich starken Preis-Leistungs-Verhältnis bei moderaten Kosten setzt, zuverlässig erfolgreich sein könne.

Er sagte, er habe sich ständig Sorgen gemacht, dass die Finanzierung von South of Midnight plötzlich eingestellt werden könnte. Wäre er für Xbox verantwortlich gewesen, hätte Sears die Finanzierung des Spiels wahrscheinlich gestrichen, bevor es entwickelt wurde – obwohl er es selbst machen wollte. Rückblickend bezeichnete er den Gesamtansatz als nicht nachhaltig und sagte, dessen letztliche Folgen seien wahrscheinlich schockierend.

Compulsion Games, das Studio hinter South of Midnight, gehörte zuvor zu Microsoft, bevor es Anfang dieses Jahres wieder unabhängig wurde. Das Spiel erschien später auch auf anderen Plattformen, darunter PS5, scheint laut Artikel jedoch hinter den Erwartungen zurückgeblieben zu sein. Offizielle Verkaufszahlen gibt es nicht; einer im Artikel zitierten Schätzung von Alinea zufolge wurden im April 2026 auf PS5 etwa 16.000 Exemplare verkauft. Auch die Spielerzahlen auf Steam wurden als wenig vielversprechend beschrieben.

Quellen: Push Square.